Dr. med. Annelie Scheuernstuhl und HP Anne Hild gehen hier auf die häufigsten Fragen zu Hormonen und zur natürlichen Hormontherapie ein.

Allgemeine Fragen

  1. Was sind Hormone?

    Hormone sind Botenstoffe im Körper, die in den Drüsenzellen verschiedener Organsysteme gebildet und anschließend ins Blut abgegeben werden. Sie gelangen zu den Zellen wo über spezielle Rezeptoren bestimmte Informationen übermittelt werden.

    Hormone haben vielfältige und lebenswichtige Aufgaben, vom Blutzuckerspiegel über den Wasserhaushalt und den Blutdruck bis hin zur Schwangerschaft. Wir denken bei Hormonen meist an Geschlechtshormone, obwohl es unzählige andere Hormone im Körper gibt.

    Hormone werden in folgenden Organen gebildet:
    Hypothalamus und in der Hypophyse: ACTH, Thyreotropin (TSH), Luteinisierendes Hormon (LH), Wachstumshormon (STH), Prolaktin, Oxytocin und Vasopressin.

    Bauchspeicheldrüse (Pankreas): Insulin, Glukagon, Somatostatin.

    Schilddrüse und Nebenschilddrüsen: T3, T4, Calcitonin.

    Nebennieren: Adrenalin, Cortisol, Aldosteron, DHEA, Dopamin.

    Die Geschlechtshormone Progesteron, Testosteron und Östrogen werden hauptsächlich in den Eierstöcken bzw. Hoden gebildet.

    Cholesteron, DHEA und Progesteron sind Vorläuferhormone, d.h. sie stellen für viele Hormone wichtige Vorstufen dar, aus denen weitere Hormone wie Testosteron, Östron, Östradiol, Östriol, Aldosteron und Cortisol gebildet werden.

    Sexualhormone der Frau und des Mannes Östrogene und das Gelbkörperhormon Progesteron, oft auch als Gestagen bezeichnet, was zu Verwechslung mit den synthetischen Hormonen führt.

    Unter Östrogen versteht man eine Gruppe von Hormonen, die wichtigsten sind: Östron, die Speicherform, Östradiol (E2),das Haupthormon der Östrogene, das biologiasch bedeutendste weibliche Hormon Östriol (E3), das “Schleimhautöstrogen” Im Englischen Estron, Estradiol, Estriol. In der Medizin auch als E1, E2 und E3 bezeichnet.

    Die männlichen Hormone, auch Androgene genannt, wichtigste Vertreter Testosteron und DHEA sind zuständig für Männlichkeit beim Mann und bei beiden Geschlechtern für Muskelkraft, Energie und Libido.

  2. Wodurch zeichnen sich natürliche Hormone aus?

    Bioidentische Hormone sind Hormone, deren biochemische Struktur identisch sind mit den körpereigenen Hormonen.

  3. Welche Krankheiten und Beschwerden können mit einem gestörten Hormonhaushalt zusammenhängen?

    Schlafstörungen, Gelenkbeschwerden, Fibromyalgie, Wassereinlagerungen, Schwindelgefühle, Herzrhythmusstörungen, Druck und Brennen in der Herzgegend, Prostatabeschwerden, Impotenz, Autoimmunerkrankungen wie M. Hashimoto, Lupus Erythematodes, Multiple Sklerose (MS), ADHS, Migräne, PMS (Schmerzen vor der Regel), Osteoporose, Wechseljahrbeschwerden, vermehrtes Schwitzen, Hitzewallungen, Angst- und Panikattacken, Blutdruckschwankungen, Schnelle Erschöpfung, Depressionen, Konzentrationsstörungen , Schilddrüsenprobleme, Gewichtszunahme, krankhafte Fettleibigkeit...

  4. Was sind die häufigsten Gründe für ein Hormonungleichgewicht?

    Stress, falsche Ernährung, mangelnde Bewegung, künstliche, sogenannte Hormone wie die Pille, Hormonspirale, Hormonersatztherapie (HET), Umweltgifte und seelische Belastungen.

  5. Was sind die 4 Grundregeln für eine Behandlung mit natürlichen Hormonen?

    Bis heute sind keine Nebenwirkungen bekannt, wenn die vier Grundregeln jeglicher Behandlung eingehalten werden:

    • Nur behandeln, wenn ein Bedarf besteht, also wenn Beschwerden da sind
    • Nur in der Menge, die gebraucht wird und dies mit bioidentischen natürlichen Hormonen
    • und wenn durch vorangegangen Labortest (Speicheltest) ermittelt.
    • Nur solange, wie nötig

    Alle Hormone sind verschreibungspflichtig und werden individuell nach Hormonstatus (Speicheltest) und dem jeweiligen Beschwerdekomplex dosiert.

  6. Wie lange soll man naturidentische Hormone einnehmen?

    So lange wie Beschwerden bestehen. Durch die Erfahrung der letzten Jahrzehnte wissen wir, dass sie unbedenklich auch über längere Zeiträume benutzt werden können.
    Sinnvollerweise sollte ein- bis zweimal pro Jahr ein Speichel- Kontroll-Test gemacht werden, um die Dosierung darauf abzustimmen.
    Wenn die Beschwerden nachlassen, kann individuell versucht werden, mit der Dosis herunterzugehen. Es gibt für jede Frau die genau richtige Menge und Dosierung. Ausnahme: Osteoporose - hier ist eine Mindestmenge pro Tag über viele Jahre notwendig.

  7. Warum hört man so wenig über eine Behandlung mit natürlichen, naturidentischen Hormonen?

    Alles, was in der Natur vorkommt, kann nicht patentiert werden und ist somit für die Pharmaindustrie nicht interessant.

    Patentierte Medikamente können mit größerem Gewinn vermarktet werden und werden in der Regel mit großem finanziellen Aufwand beworben.

  8. Warum weiß mein Arzt so wenig über dieses Thema?

    ÄrztInnen erfahren während des Studiums und Ausbildung darüber sehr wenig bis gar nichts, auch in der anschließenden Weiterbildung ist der Bereich der Naturheilkunde immer noch ein Randgebiet.

  9. Wo gibt es in meiner Nähe jemanden, der sich mit der Behandlung bioidentischer Hormone auskennt?

    Wir sind dabei, eine Liste zu erstellen, die auch mit Ihrer Hilfe immer größer werden kann. Therapeuten in der Nähe des Wohnortes lassen sich am besten über unsere Webseiten erfragen. Ergänzend dazu muss allerdings noch einiges gesagt werden: Die Therapie mit naturidentischem Progesteron ist trotz allem eine Hormontherapie. Hormone sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz verschreibungspflichtig. Die Therapie mit biologischen Hormonen gehört deshalb in die Hände von kundigen Ärztinnen und Ärzten.

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Fragen zu Östrogen

  1. Wofür ist Östrogen gut und warum gibt es verschiedene Arten von Östrogen?

    Beim Östrogen handelt es sich um eine Gruppe von Hormonen. Die drei wichtigsten Vertreter sind das Östron (E1), die Speicherform, das Östradiol (E2),das Haupthormon der Östrogene, “das, was eine Frau zur Frau macht” und das Östriol (E3), das “Schleimhautöstrogen”

    Östrogene sind für den Eisprung verantwortlich, sie bereiten die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Östradiol bewirkt in der Pubertät die Ausbildung der typischen weiblichen Geschlechtsmerkmale...

  2. Sollen Frauen auch Östrogene einnehmen?

    Nach der jahrzehntelangen Erfahrung von Dr. John R. Lee benötigen die meisten Frauen bei Anwendung von natürlichem Progesteron kein zusätzliches Östrogenpräparat, es sei denn, sie befinden sich in dem Stadium der Umstellung von einer Hormonersatztherapie auf naturidentische Hormone. Auch sehr schlanke und zierliche Frauen, die kaum Fettzellen im Körper haben, brauchen zusätzliches Östrogen.
    Östrogen zusätzlich zu Progesteron ist auch bei Scheidentrockenheit und Hitzewallungen sinnvoll. Oft reicht in diesem Fällen eine Östriolsalbe.

  3. Wann spricht man von einer Östrogendominanz?

    Wenn zuviel Östradiol und zuwenig Progesteron im Verhältnis zueinander vorhanden ist.
    Wenn also das Östrogen nicht durch Progesteron balanciert ist. Nach Dr. John R. Lee´s langjähriger Erfahrung, sollte das Verhältnis von Östrogen zu Progesteron mindestens 1:50 bis 1:100 sein.

    Progesteron ist ein Vorläuferhormon von Cortisol (Stresshormon), Testosteron und den Östrogenen, d.h. dass bei einem Progesteronmangel zuwenig Cortisol, Testosteron und Östrogene gebildet werden kann.
    Östradiol kann aber umgekehrt nicht zu Progesteron werden, deshalb ist die unkritische und unbalanciere Östrogengabe bei Progesteronmangel doppelt fatal und führt in jedem Fall zu einer Östrogendominanz.

    Wir wissen heute, dass durch unsere Lebensumstände Östrogene in unserer Umwelt gehäuft zu finden sind, man nennt sie Xenoöstrogene. Durch die jahrelange Einnahme von Ovulationshemmer (Pille)und künstlichen Hormonen in den Wechseljahren von Tausenden von Frauen, ist das Grundwasser mit Hormonen belastet, ebenso das recycelte Wasser in den Kläranlagen. Im Fleisch finden wir einen wahren Medikamentencocktail, allen voran Östrogen. Xenoöstrogene sind im Plastikgeschirr, das aus Erdöl gemacht wird, in Teppichböden und Möbeln. Das alles führt zu einem Hormonungleichgewicht im Körper, da diese Xenoöstrogene die Rezeptoren für die körpereigenen Hormone besetzen und somit den Stoffwechsel verändern.

    Unbalanciertes Östrogen ist immer mit gesundheitlichen Störungen verbunden!

  4. Welches sind die häufigsten Symptome einer Östrogendominanz?

    Myome und Zysten, Brustspannen, vermehrtes Fettgewebe, an Bauch, Hüften und Schenkel, Ödeme, Völlegefühl, Gefühl von “Aufgeblasensein”, Allergien, Autoimmun- störungen, Depressivität mit innerer Unruhe und Angststörungen, Panikattacken, veränderte Blutgerinnung mit der Gefahr von Apoplex, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen Gallenblasenerkrankung, Kopfschmerzen, Migräne, Osteoporose, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Kalte Hände und Füße aufgrund einer Schilddrüsendysfunktion, Erschöpfung, Schlaflosigkeit...

  5. Wie behandelt man eine Östrogendominanz?

    Zum Beispiel Speicheltest und Ersatz des fehlenden Hormons Progesteron.

  6. Warum wird so viel mehr Wert auf Östrogen gelegt und warum hört man so wenig über Progesteron?

    Dies hat etwas mit der Geschichte der Hormone zu tun, mit ihrer Entdeckung und der Vermarktung durch die Pharmaindustrie.

  7. Sind Phytoöstrogene eine wirkliche Alternative?

    nein

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Fragen zu Progesteron

  1. Was ist Progesteron?

    Progesteron ist das Hormon der zweiten Zyklushälfte, das im Eierstock gebildet wird. Es ist sowohl ein Hormon mit eigener Wirkung, wird bei Bedarf aber auch in Östrogen umgewandelt. da es ein Vorläufer von Cortison, Testosteron und den Östrogenen ist.

    Progesteron oder Gelbkörperhormon, (nicht zu verwechseln mit Progestin = künstlich hergestelltes Hormon) spielt die entscheidende Rolle im Hormongeschehen. Progesteron ist u.a. der Gegenspieler der Östrogene (Östron, Östradiol und Östriol). Mitte 30 lässt die Progesteronproduktion als eines der ersten Hormone nach. Oft liegt schon im Alter zwischen 30 und 40 ein Ungleichgewicht beider Hormone vor, es entsteht eine Östrogendominanz.

  2. Warum Natürliches Progesteron?

    Natürliches Progesteron stammt aus Pflanzen, traditionell aus der wilden Yamswurzel (Discorea). Aus ihren Pflanzensterolen wird Diosgenin gewonnen, eine Vorstufe unseres körpereigenen Progesterons, welches im Labor zum bioidentischen Progesteron umgewandelt wird, d.h., es ist mit dem Progesteron, welches unser Körper selbst herstellt, völlig identisch.

  3. Wie wirkt natürliches Progesteron?

    Progesteron ist der Gegenspieler zum Östrogen. es wirkt teilweise synergistisch, d.h. es verbessert die Östrogenwirkung und teilweise antagonistisch, d.h., es ist ein Gegenspieler zum Östrogen und gleicht dessen überschießende Wirkung aus.

  4. Wie weiß ich, ob ich einen Progesteronmangel habe?

    Bei der Frau beginnen häufig Probleme mit Zysten in der Brust und Eierstöcken, Myome in der Gebärmutter, heftige und verlängerte Regelblutungen, Brustspannen, PMS, Herzrhythmusstörungen, Wechseljahrbeschwerden, Blasenprobleme und Gemütsschwankungen.

    Aber auch beim Mann können sich Depressionen, ein Gefühl der Sinnlosigkeit, Vergesslichkeit, Schlafstörungen, Nachlassen der Libido und Erektion, Leistungsabfall, Blutdruckschwankungen, Beschwerden mit der Prostata und Gewichtszunahme durch einem Rückgang der Hormonproduktion, allen voran des natürlichen Progesterons, einstellen. Nur wenn das Gleichgewicht der Hormone vorhanden ist, fühlt sich der Mensch rundherum wohl.

    In unserem Buch “Der Ausweg aus dem Hormondilemma – Hormontherapie? Ja, aber natürlich!” finden Sie einen einfachen Fragebogen, den Sie zur Orientierung machen können. Je mehr Punkte auf Sie zutreffen, desto wahrscheinlicher ist ein Hormonmangel oder ein hormonelles Ungleichgewicht. Sie sollten Ihre Werte Prüfen lassen und den für Sie geeigneten Speicheltest machen.

  5. Bei welchen Beschwerden kann natürliches Progesteron helfen?

    Kann hilfreich sein bei Beschwerden vor der Regel (Prämenstruelles Syndrom oder PMS), bei Brustspannen, Zysten in der Brust, in den Ovarien, gegen Myome in der Gebärmutter – bei Beschwerden der Wechseljahre, kann helfen die Stimmung zu verbessern und kann helfen Fett in Energie umzuwandeln, kann helfen, Wassereinlagerungen zu regulieren, kann den Schlaf verbessern.

  6. Wie wende ich natürliches Progesteron an?

    Progesteron ist fettlöslich und hautgängig. Deshalb wird es in einer Cremegrundlage mit Vitamin E besonders gut aufgenommen. Diese Art der Anwendung macht es möglich, mit einer geringeren Hormonmenge auszukommen. Auch ist sie besonders schonend, da die Leber als Stoffwechselstation umgangen wird. Natürliche Progesteron-Creme zieht schnell in die Haut ein und wird vom darunter liegenden Bindegewebe aufgenommen. So gelangt das Progesteron in den Blutkreislauf. Von dort wird es zu den Progesteron-Rezeptoren im gesamten Körper transportiert.

    Anwendungsformen: Creme, Kapseln, Zäpfchen;

    Z.B. 3% Progesteroncreme: 1 cm entspricht ca. 35 mg

    Anwendung von Progesteroncreme während der fruchtbaren Jahre, solange ein Zyklus vorhanden ist:

    Besonders gut aufgenommen wird sie an den dünneren und weicheren Hautstellen wie Innenseite der Unterarme und Oberschenkel, Gesicht, Bauch, Brust, Dekolletee, Hals.

    1.Tag der Regelblutung = 1. Zyklustag

    Beginn mit 3% Progesteroncreme am 10./12. Zyklustag, je nach Länge des Zyklus

    Schema:
    1. Woche = Periode (egal wie lange sie dauert) keine Creme anwenden
    2. Woche ab der 2. Hälfte Beginn mit 2 x ½ bis 1 cm Creme
    3. Woche 2 x 1 cm
    4. Woche 2 x 1 - 2 cm bis zum Beginn der nächsten Regelblutung, dann aufhören und Schema von vorne beginnen.

    Bei der vorgeschlagenen Menge handelt es sich um Durchschnittswerte, die je nach Frau erheblich variieren können. Manche Frauen brauchen sehr viel weniger, andere sehr viel mehr von der Progesteroncreme.
    Es hat sich auch bewährt, bis zum Beginn der nächsten Regelblutung die Creme durchgehend zu benutzen, wenn PMS - Beschwerden vorliegen, eventuell sogar noch bis Tag 1 oder 2 der neuen Regelblutung bei schmerzhafter oder heftiger Blutung.

    Eine andere Variante: Bei Frauen, die ihre Regelblutung noch bekommen: Beginn am Tag 12, wobei der 1.Tag der Periode Tag 1 ist. Am 26. Tag mit der Anwendung pausieren und im neuen Zyklus wie oben beschrieben erneut beginnen.

    Anwendung von Progesteroncreme, wenn kein Zyklus mehr vorhanden ist:

    Schema:

    1 - 2 x täglich 1 -2 cm der Creme für ca. 4 Wochen, dann “einige” Tage pausieren.

    Dies ist während der ersten Monate der Anwendung nicht empfehlenswert, da meist noch kein ausreichender Gewebespiegel vorhanden ist. Sollten während einer Pause Beschwerden auftreten, empfehlen wir die Creme vorläufig durchzunehmen, bis durch einen erneuten Speicheltest ein stabiler Progesteronspiegel nachgewiesen werden kann.

    Anwendung von Progesteroncreme bei Osteoporose:

    Schema:

    2 x täglich 2 - 5 cm der Creme anwenden, zusätzlich zu anderen Maßnahmen und je nach Befund der Knochendichte

  7. Wo gibt's die Progesteron-Creme? Wie heißt sie?

    Im Prinzip kann die Creme jeder Apotheker herstellen, der die Zutaten dazu hat. Der Preis liegt zwischen 15 und 30 € - je nach Menge. Da die Creme nicht firmenbezogen ist, sondern in Apotheken hergestellt wird, heißt sie meistens schlichtweg “Progesteron-Creme” oder “Progesteron-Gel”.
    Frauen, die die Creme nicht mögen, können natürliche Hormone auch als Kapsel einnehmen. Hier wird allerdings eine größere Menge benötigt, da diese über die Leber verstoffwechselt wird (so genannte Leberpassage). Es gibt inzwischen Apotheken, die mikronisierte Kapseln herstellen, die sich angeblich erst im Dünndarm auflösen.

    In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Hormone verschreibungspflichtig.

  8. Wie schnell wirkt Progesteron?

    Einige Frauen erzielen sofortige Ergebnisse mit der Anwendung von natürlichem Progesteron. Bei anderen kann es einige Wochen dauern, bis eine spürbare Wirkung eintritt.

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Fragen zu den Wechseljahren

  1. Gibt es eine Möglichkeit, Wechseljahrbeschwerden durch eine Behandlung mit natürlichen Hormonen zu vermeiden?

    Ja, natürlich

  2. Was geschieht jetzt mit meinem Körper?

    Wenn die Wechseljahre einsetzen (Menopause), lässt die Produktion von Östrogen und Progesteron durch die Eierstöcke nach. Erstes Anzeichen ist oft die plötzlich unregelmäßig auftretende Periode.

  3. Was sind die häufigsten Beschwerden?

    Das sind Schlafstörungen, Nachtschweiß, Schwindel, Blutdruckschwankungen, Hitzewallungen, Kreislaufstörungen, Herzbeschwerden, Stimmungswechsel, depressive Verstimmungen, Angstzustände. Dieselben Beschwerden können auch nach einer Gebärmutterentfernung auftreten (Hysterektomie) oder nach der chirurgischen Entfernung der Eierstöcke/Ovarien (Adnektomie).

  4. Wie hilft mir natürliches Progesteron?

    Natürliches Progesteron kann viele Symptome der Menopause lindern und kann ein Überwiegen des Östrogens ausgleichen.

  5. Muss ich mit Beschwerden in der Menopause rechnen?

    Nein, die Menopause ist ein völlig natürlicher Zustand und es gibt Frauen, die so gut wie keine nennenswerten Beschwerden haben. Andere haben Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Ein Drittel der Frauen leidet unter massiveren Beschwerden, wie Schlaflosigkeit, Depression, Gewichtszunahme.

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Wie bekomme ich Klarheit über meinen Hormonstatus? Hormonbestimmung mittels Speicheltest

  1. Warum testet man Hormone besser und einfacher über den Speichel?

    Die Arbeiten von Dr. John R. Lee aus Amerika, waren wegweisend für die Hormon- bestimmung mittels Speicheltest. Hormone werden im Körper in einer Drüse gebildet und über den Blutstrom an ihren Bestimmungsort gebracht. Dazu brauchen sie ein Transport- vehikel, meist ein Eiweißmolekühl. Bei der Bestimmung durch das Blut haben wir die Summe aller Hormone, der gebundenen und der ungebundenen. Wirksam sind aber nur die ungebundenen, aktiven, die wiederum so klein sind, dass sie im Speichel gemessen werden können. Im Gegensatz zum Bluttest ist der Speicheltest unkompliziert und wird in einem Labor sicher ermittelt.

  2. Welche Vorteile hat diese Methode?

    Dieser Test lässt sich vollkommen eigenständig zum richtigen Zeitpunkt zu Hause durchführen. Die Probenentnahme ist schmerzlos, einfach durchzuführen und dabei kostengünstig.

  3. Wie weiß ich, ob ein Speicheltest für mich sinnvoll ist?

    In unserem Buch “Der Ausweg aus dem Hormondilemma – Hormontherapie? Ja, aber natürlich!” finden Sie einen einfachen Fragebogen, den Sie zur Orientierung ausfüllen können. Je mehr Punkte auf Sie zutreffen, desto wahrscheinlicher ist ein Hormonmangel oder ein hormonelles Ungleichgewicht. Sie sollten Ihre Werte prüfen lassen und den für Sie geeigneten Speicheltest machen.

  4. Wie bekomme ich Klarheit über meinen Hormonstatus?

    Ein genial einfacher Test schafft Klarheit über Ihren Hormonhaushalt und ermittelt individuell die Anwendung von natürlichen Hormonen.

  5. Wie kann ich mir den genauen Ablauf vorstellen?

    Das Labor schickt Ihnen das angeforderte Testkit zu und Sie können bequem und ganz einfach von zu Hause aus den Test durchführen. Eine genaue Beschreibung liegt bei.

    Wichtig zu wissen: Solange noch eine Periode besteht, sollte der Test in der 2. Zyklushälfte vorgenommen werden, idealerweise am ca. am 22. Zyklustag. Wenn keine Periode mehr besteht, spielt der Zeitpunkt der Testung keine Rolle.
    Ungefähr eine Woche nach Eingang Ihrer Probe erhalten Sie die Laborergebnisse mit einer ausführlichen Interpretation.

  6. Welche Kosten kommen auf mich zu?

    Sinnvoll sind 5 Parameter, pro ermittelten Wert muss mit ca. € 20 bis € 25 gerechnet werden. Die Kosten werden direkt mit dem Labor abgerechnet.

  7. Wann sollte man nach dem 1. Test erneut seine Hormone testen?

    Eine erste Kontrolle ist je nach Beschwerden nach drei bis sechs Monaten sinnvoll und sollte dann etwa einmal im Jahr erfolgen, bei Beschwerden jederzeit.

  8. Sollten auch Männer von dieser Methode Gebrauch machen?

    Natürlich, auch Männer haben Wechseljahre.

  9. Was mache ich, wenn mein Arzt von einer Behandlung mit natürlichen Hormonen nichts wissen möchte?

    Geben sie Ihrem Arzt ein bisschen Zeit und die Möglichkeit, sich zu informieren.
    Wir werden auch eine Liste erstellen, die wir in Kürze veröffentlichen.

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Männer

  1. Gibt es so etwas wie das Klimakterium des Mannes?

    Auch Männer kommen in die Jahre, mitunter auch spürbar in die Wechseljahre. Während dieser Lebensabschnitt der Frau seit langem untersucht und bei Beschwerden auch behandelt wird, ist die Erkenntnis, dass auch Männer Wechseljahre haben, die sogenannte Andropause, noch sehr jung. So mangelt es meist auch an sinnvollen Behandlungskonzepten.

    Es gibt auch hier Pioniere, die zum Teil unter lautem Protest der ärztlichen Kollegen das Wagnis eingingen, Männer mit starken Beschwerden, mit naturidentischen Hormonen zu behandeln. Die Ergebnisse sind sehr gut und vielen Männern wurde so der Lebensmut und die Leistungsfähigkeit wieder zurückgegeben.

  2. Was sind die häufigsten Symptome, die auf ein Hormonungleichgewicht hinweisen?

    Depressionen, das Gefühl, dass das Leben keinen Sinn (mehr) hat, Schlafstörungen, nachlassende Leistungsfähigkeit, Blutdruckschwankungen, Denk- und Merkstörungen, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen Libidoverlust, Erektionsstörungen und Gewichtszunahme sind nur einige mögliche Erscheinungen, die mit der Umstellung des Hormonhaushaltes zu tun haben.

  3. Ist Progesteron ein Hormon speziell für Frauen?

    Das Hormon Progesteron ist kein "weibliches" Hormon, sondern kommt bei beiden Geschlechtern vor, wenn auch in unterschiedlichen Mengen. Männer produzieren dieses Hormon in den Nebennieren und in den Hoden. Es wirkt sich nicht feminisierend, also verweiblichend auf den männlichen Körper aus.

  4. Welche Hormondefizite kommen beim Mann am häufigsten vor?

    Behandelt werden kann u.a. mit naturidentischem Testosteron, DHEA, Östrogen, Progesteron.

  5. Warum treten gehäuft Prostatabeschwerden auf?

    Gutartige Vergrößerungen der Prostata sind bei Männern im Alter ab 50 Jahren ein häufiges Problem. Es hängt mit der verändernden Hormonlage zusammen. Sind Östrogen (auch das gibt es bei Männern), Progesteron und Testosteron im Gleichgewicht, werden Prostataprobleme verhindert oder bilden sich zurück. Somit ist eine ausgeglichene Hormonlage auch ein Schutz vor Prostatakrebs.

  6. Was können naturidentische Hormonen in der Andropause bewirken?

    Sie können bei Beschwerden der Andropause hilfreich sein, wie Miktionsbeschwerden (Probleme beim Wasserlassen), können psychisch ausgleichend und stabilisierend wirken und können die Schilddrüsenunterfunktion unterstützen, da sie die Hormonverwertung verbessern und helfen Fett in Energie umzuwandeln, können helfen, überschüssige Wasseransammlungen zu regulieren, können die Konzentration, die Gedächtnisleistung, den Schlaf und die Schlafqualität verbessern. Weiter kann es sich positiv auf die Erektionsfähigkeit auswirken und der Knochenaufbau unterstützt werden.

  7. Hat mein Brustansatz etwas mit Hormonen zu tun?

    Ja, höchstwahrscheinlich zu viele Östrogene

  8. Ist es wahr, dass ich durch den Hopfen im Bier vermehrt Östrogene zu mir nehme?

    Ja

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Fragen zu Krankheiten und Beschwerden, die auf ein Hormonungleichgewicht zurückzuführen sind

  1. Ich leide unter PMS, was würden Sie mir raten?

    Speicheltest in der 2. Zyklushälfte, idealerweise am 22. Zyklustag 1.Blutungstag ist 1. Zyklustag. Wenn ein niedriger Progesteronspiegel getestet wurde, kann Progesteron helfen. Zur Behandlung von PMS wird Progesteron nur in der zweiten Zyklushälfte verwendet. Manchmal ist es hilfreich, mit einer sehr niedrigen Dosis am 14. Tag zu beginnen und jeden Tag die Dosis zu erhöhen, so dass die höchste erlaubte Dosierung kurz vor der Menstruation angewandt wird. Als Nahrungsergänzung ist Magnesium sehr empfehlenswert, Zink, Vitamin B6, Vitamin B3, Vitamin C und Biotin. Pflanzenextrakte wie Dong Quai, Traubensilberkerze, Nachtkerzenöl können ebenfalls sehr hilfreich sein.

  2. Kann natürliches Progesteron bei Endometriose helfen?

    Obwohl die Menstruation nicht die Ursache für die Endometriose ist, sondern ein Symptom, kann natürliches Progesteron helfen, den monatlichen Blutfluss, der bei Endometriose mit großen Schmerzen einher geht, einzudämmen. In seinem Buch “Natürliches Progesteron – Ein bemerkenswertes Hormon” erklärt Dr. John R. Lee wie durch das Auftragen von genügend Progesteron vom 10. bis zum 26. Zyklustag die Blutungen und Unterleibschmerzen merklich reduziert werden und der Körper die Chance bekommt, sich wieder zu heilen. Keine von Dr. Lees Patientinnen, welche die Endometriose nach seiner Anleitung behandelten, mussten sich einer Gebärmutterentfernung unterziehen. Die Therapie sollte unter Anleitung eines Arztes geschehen.

  3. Kann natürliches Progesteron nach einer Brustkrebserkrankung verwendet werden?

    Eine 30 Jahre umfassende Studie der anerkannten John Hopkins University in Amerika fand heraus, dass Frauen mit Progesteronmangel 5,4 mal brustkrebsgefährdeter und 10 mal allgemein krebsgefährdeter waren (Am J Epidem. 114, 2, 1981). Dies stellt einen weiteren Beweis für die krebsschützenden Eigenschaften von Progesteron dar. Und schließlich zeigt eine französische Studie (Fertility and Sterility 63: 785-91), dass Progesteron die Zellteilungsrate (Mitose) in den Brustdrüsenzellen senkt. Auf Basis dieser Beweise und vielen Jahren Erfahrung mit seinen eigenen Patientinnen, ist Dr. John R. Lee der Ansicht, dass die Verwendung von Progesteron für eine Frau nach einer Krebserkrankung schützend wirkt.
    (Sie sollten das immer mit dem behandelnden Arzt besprechen.)

  4. Was tun gegen Osteoporose? Kann man hier mit natürlichen Hormonen helfen?

    Ja, Progesteron und Testosteron kann zur Vorbeugung von Osteoporose sehr wichtig sein, wobei Progesteronmangel die wichtigste Ursache für die Entstehung von Osteoporose laut Dr. John R. Lee ist. Auch DHEA scheint eine gewisse Rolle zu spielen.
    Im Laufe der letzten 20 Jahre sammelte Dr. John R. Lee die Knochendichtemessungen von Tausenden seiner Patientinnen. Diese zeigten objektiv, dass die Knochendichte sich signifikant erhöht hatte. In einer veröffentlichten Studie in Medical Hypotheses (35, 314, 318, 1991) berichtete er, dass sich bei einer Gruppe von 66 Patienten die Knochendichte im Laufe von drei Jahren durchschnittlich um 15% erhöht hatte.
    Sehr wichtig ist Bewegung und eine Ergänzung mit Vitamin D, Magnesium, Kalzium, Zink, Vitamin C und K.

  5. Was ist mit Unfruchtbarkeit?

    Nach den Erfahrungen von Dr. John R. Lee kann Progesteron bei manchen Fällen von Unfruchtbarkeit helfen, besonders wenn diese auf einen niedrigen Progesteronspiegel in der zweiten Zyklushälfte zurückzuführen sind

  6. Hat meine fehlende Libido etwas mit einem Hormonungleichgewicht zu tun?

    Ja, natürliches Progesteron kann die Libido wieder anregen. Es kann aber auch daran liegen, dass die männlichen Hormone zu niedrig sind.

  7. Seitdem ich die Hormonspirale habe, geht es mir nur noch schlecht. Gibt es einen Zusammenhang?

    Ja natürlich. Durch das künstliche Hormon in der Spirale wird die Progesteronprodukution unterdrückt und da Progesteron ein sehr vielseitiges Hormon ist und für viele Aufgaben gebraucht wird, kann es zu den verschiedensten Beschwerden wie Schlafstörungen, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Gewichtsveränderungen, Migräne, Spannungskopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, erhöhte Anfälligkeit für Infekte und vieles andere mehr kommen.

  8. Welche sichere Art der natürlichen Empfängnisverhütung gibt es?

    Zu natürlichen Verhütungsmethoden gibt es jede Menge Bücher und auch viele Infos im Internet wie Bioself, Cyclotest und Ladycomp.

  9. Können natürliche Hormone den Alterungsprozess verlangsamen?

    Neben einer Therapie mit naturidentischen Hormonen hält die ganzheitliche natürliche Medizin eine Reihe von Methoden bereit, mit denen ein gesunder Alterungsprozess begleitet werden kann.
    Wenn Progesteron- und DHEA- Wert zu niedrig sind, hat dies Einfluss auf den Alterungsprozess.
    Die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes, Entgiftungs- und Entschlackungstherapien wie z.B. Ayurveda oder Dr. F.X. Mayr Kur hat ebenso wie gesunde Ernährung, genug Wasser trinken und ausreichende Bewegung einen nachweisbaren Einfluss.
    Sinnvolle Nahrungsergänzung, besser als Orthomolekulare Substanzen bezeichnet, haben in der heutigen Zeit ebenfalls einen großen Stellenwert.

  10. Was kann ich gegen meine unnatürliche Gesichtsbehaarung machen?

    Progesteron ist ein Vorläufer anderer wichtiger Steroidhormone. Wenn nun zuwenig oder kein Progesteron mehr herstellt wird, gehen die Nebennieren dazu über, die benötigten Hormone aus einem anderen Hormonvorläufer, dem DHEA herzustellen. Dies führt zu vermehrter Bildung männlicher Hormone, die normalerweise bei Frauen nur in kleinen Mengen gebildet werden. Nebeneffekte können sich in einem haarigen Kinn, stark behaarten Beinen oder einem Verlust von Kopfhaar zeigen. Eine Behandlung mit natürlichem Progesteron kann helfen.

  11. Kann ich mit einer Behandlung durch natürliche Hormone meine Stimmungen in den Griff bekommen?

    Ja, bei Depressionen ist das Östrogen zu hoch oder zu niedrig, beides kann Depressionen verursachen, Progesteronmangel ist immer vorhanden.

  12. Was kann ich tun, um endlich wieder gut zu schlafen?

    Zum Beispiel Speicheltest und Ausgleich des Hormonungleichgewichts.

  13. Hat meine häufig wiederkehrende Migräne etwas mit meinem Hormonhaushalt zu tun?

    Ja, Kopfschmerzen und Migräne haben häufig die Ursache in einer Östrogendominanz, speziell prämenstruell.

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Weitere Fragen

  1. Ist Soja wirklich so gesund?

    Soja ist keineswegs das hochwertige Eiweißprodukt, als das es beworben wird. Soja bindet Mineralien und hindert den Körper daran, diese Mineralien zu verwerten. Aus diesem Grunde sollte nur fermentiertes Soja verwendet werden. Neuer Studien zeigen auch unerwünschte Östrogenwirkungen, z.B. nach Brustkrebs.

  2. Ist die neue Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs zu empfehlen?

    Nein.

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